Unsere Erfolge in Tansania
Die „Pallotti Secondary School“ in Siuyu – 500 Abiturientinnen seit 1999Eine der ärmsten Regionen Tansanias ist der ländliche Teil der Provinz Singida, in der rund 350.000 Menschen leben. Den meisten Kindern in dieser Region fehlt der Zugang oder die Möglichkeit zu einer guten Grundschulausbildung. Sehr lange Schulwege, die schlechten gesundheitlichen Bedingungen, sowie mangelnde Lernmöglichkeiten und finanzielle Not zu Hause führen dazu, dass die Kinder häufig im Unterricht fehlen bzw. die Erfolge mangelhaft sind. An den Sekundarschulen werden zudem die meisten Plätze an die Jungen vergeben, da nach wie vor die Meinung verbreitet ist, Mädchen bräuchten keine Bildung. Die „Pallotti Secondary School“ in Siuyu, ist hier eine der wenigen Ausnahmen, die Mädchen und insbesondere Mädchen aus armen Verhältnissen eine Schulausbildung ermöglicht. Die 1993 von den Pallottinerinnen gegründete Schule gehört heute zu einer der besten Schulen des Landes. Mehr als 300 Schülerinnen im Alter von 16 bis 25 Jahren absolvieren hier eine mehrjährige Ausbildung. Nach erfolgreichem Schulabschluss können die Mädchen einer Berufsausbildung nachgehen oder ein Studium ergreifen. Seit Erweiterung der Stufen bis zum Abitur, hat bisher jede Schülerin bestanden, 80% schließen mit sehr guten oder guten Noten ab. In gut 12 Jahren hat der CED über 500 Mädchen und jungen Frauen in Tansania eine Schulausbildung ermöglicht. Heute üben einige Hundert von ihnen bereits Berufe aus, die anderen stehen noch in ihrer Berufsausbildung. Die Berufe sind vielseitig und reichen von Krankenschwestern, Gesundheitshelfern, Entwicklungshelfern, Ärzten, Lehrkräften an Primar- und Sekundarschulen, Schuldirektoren an privaten oder staatlichen Schulen, Anwälten und Anwaltshilfen bis hin zu Journalisten, Radioredakteuren und Universitätsdozenten. Diese jungen Mädchen und Frauen kamen alle aus einfachsten Verhältnissen. Sie waren arm und hatten nicht einmal genügend Geld zum Essen, geschweige denn für Schulgeld. Durch den CED konnten sie eine Schulausbildung erhalten und können heute durch ihre Berufe nicht nur ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten, sondern auch den ihrer Familien. Ebenso stärken ihre Berufe die Infrastruktur im Land, indem sie die Gesellschaft bereichern und dadurch die Unterstützung, die sie bekommen haben, multiplizieren; so unterstützen sie eine „Hilfe zur Selbsthilfe.“
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