Endlich: Ein Auto für Arme und Kranke

Ambulanzwagen für die Armen in Kerala

Die Kapuziner in Kannur (Kerala/Indien) haben jetzt einen Ambulanzwagen für die Armen und Bedürftigen in den von ihnen betreuten Obdachlosenhäusern bekommen. Lange haben sie darauf gewartet, die Armen, Behinderten, Aids- und anderweitig Kranken, die sie seit vielen  Jahren betreuen, zu medizinischen Untersuchungen und Behandlungen in Krankenhäuser fahren zu können. Dank der Hilfsaktion in der Zahnarztpraxis L E N T R O D T │die zahnärzte in München-Schwabing konnte ihnen der Christlichen Entwicklungsdienst (CED) den dringenden Wunsch erfüllen. 10.000 Euro konnten nach Kerala überwiesen werden – bald darauf war das Fahrzeug gekauft.

Die Kapuziner unterhalten vier Armenhäuser im indischen Kannur. Sie pflegen sie, kümmern sich um Obdachlose und bemühen sich um die Wiedereingliederung der Armen in die Gesellschaft. Wenn sie ihre Patienten in ein Krankenhaus oder Verstorbene ins Krematorium bringen wollten, mussten sie bislang den Rettungsdienst rufen. Die Rettungsdienste hätten aber nur sehr widerwillig einen Krankenwagen geschickt – wenn überhaupt, berichtet der stellvertretende Provinzial, Bruder Stephen Jairaj, in seinem Brief dem CED. Grund dafür waren Vorurteile in Bezug auf Aidskranke. Und die Kapuziner seien bekannt dafür, dass sie sich um HIV-Infizierte und AIDS-Kranke kümmern. Eindringlich schildert er diese Problematik der CED-Vorsitzenden Dr. Susanne Pechel bei seinem Besuch in München.

Die AIDS-Kranken betreuen die Brüder im Haus in Jeevodaya. Pro Jahr wohnen dort rund 40 Patienten mit AIDS im Endstadium, die regelmäßig für Untersuchungen ins „Kozhikode Medical College“ gefahren werden müssen. Dieses liegt 100 Kilometer von Jeevodaya entfernt. In Prathyasa Bhavan nehmen die Brüder Obdachlose und arme Männer auf. In Amala Bhavan gibt es ein entsprechendes Haus für Frauen. Und im St. Francis Home sorgen sich die Brüder gemeinsam mit den Schwestern des Clarissinnen Ordens um Waisenkinder und –babies. Viele von ihnen sind die Kinder verstorbener Aidskranker. Ihnen allen kann nun durch den neuen Ambulanzwagen geholfen werden.

Ein herzliches Dankeschön sagt der CED der Zahnarztpraxis L E N T R O D T │die zahnärzte in München-Schwabing, die durch die vielen „Goldplombenspenden“ zu dem Kauf des Fahrzeuges beigetragen hat. Auch den Patienten sagen wir ein herzliches Vergelts Gott!