Berichte aus Chennai
- Fertigstellung des 1. Bauabschnittes und Umzug der Bewohner
- Endlich in Sicht: der Umzug ins neue St.-Joseph's Home (9/2011)
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Fertigstellung des 1. Bauabschnittes und Umzug der Bewohner
Der 23. Oktober 2011 war ein denkwürdiger Tag in der Geschichte des Armenhauses St. Joseph’s Home in Chennai, Indien: Der Neubau des ersten Gebäudeteils war nun endlich abgeschlossen und wurde feierlich eröffnet; viele Bewohner konnten in ihr langersehntes neues Zuhause umziehen.
Seit der Grundsteinlegung 2007 hat der CED den Wiederaufbau des einsturzgefährdeten und unbewohnbaren Obdachlosenheimes unterstützt, in dem die Bewohner in den letzten Jahren unter erschwerten Bedingungen leben mussten: feuchte und klamme Gemäuer förderten Erkrankungen, Infektionskrankheiten konnten sich in den großen 10-20 Bett-Schlafsälen schnell ausbreiten und es gab keine Räumlichkeiten zur besonderen Pflege von Schwerkranken und Sterbenden.
Nach 3 Jahren konnte nun der erste Bauabschnitt erfolgreich beendet werden: Neue Einzel-, Doppel- und Vierbettzimmer stehen für die Bewohner bereit. Durch die an die Schlafräume direkt angegliederten Bäder und Toiletten werden die Wege für die oft gehbehinderten Alten verkürzt. Auch die Hygienebedingungen sind durch Aufteilung der Bäder in kleine Einheiten verbessert. Der neue Speisesaal ist hell und gut erreichbar. Er befindet sich auf derselben Ebene wie die Zimmer der Heimbewohner, so dass damit eine große Erleichterung für gehbehinderte Bewohner geschaffen wird. Auch der Bau der Krankenstation und Physiotherapie wurde durch den CED unterstützt und schenkt seither vielen Kranken Schutz und Hilfe.
Am Tag des Umzugs hatten sich viele Freiwillige gefunden, die tatkräftig mithalfen: Beim Transport der Möbel und beim Putzen, ein Unternehmen spendete spontan neue Matratzen, andere machten unentgeltlich Überstunden. Sogar einer der Architekten des Bauteams kam mit seiner Familie vorbei, um beim großen Umzug mitzuhelfen. So konnten die Bewohner voller Glück ihre neuen Zimmer und Räume beziehen. Bei der anschließenden Einweihung wurde – nach einer alten Tradition von Tamil Nadu – Milch bis zum Überkochen erhitzt als Zeichen des Wohlstands, der Freude und des Glücks. Auch der Himmel zeigte sich gnädig: Am Tag des Umzuges schien die Sonne, so dass alle Gegenstände und Transporte im Trockenen durchgeführt werden konnten. Doch schon in der Nacht nach dem Umzug gab es heftige Gewitter und wenige Tage später waren Teile des alten, nun unbewohnten Gebäudes überschwemmt. Glücklicherweise waren nun alle Heimbewohner bereits in den neuen Räumlichkeiten und auch alle Gebrauchsgegenstände waren umgezogen, so dass die Unwetter niemanden mehr etwas anhaben konnten. Die Advents- und Weihnachtszeit war somit gezeichnet von einer großen Dankbarkeit und Freude angesichts der neuen und besseren Lebensumstände.
VIELEN DANK FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG!
Nun hat der Aufbau des 2. Bauabschnittes begonnen:
Der Bau der Waschküche und der Trockenräume soll durch den CED finanziert werden. Die alte Waschküche kann die großen Wäscheberge des Heimes kaum mehr bewältigen. Immerhin wird hier für rund 130 Menschen täglich gewaschen! Räumlichkeiten und Geräte können durch ihr Alter und defekte Installationen, durch undichte Decken und baufällige Gemäuer die Hygienebedingungen nur noch mangelhaft erfüllen. Die Waschmöglichkeiten sind ebenfalls sehr eingeschränkt und die Maschinen fallen häufig aus. Auch Trocken- und Aufbewahrungsräume müssen geschaffen werden.
Die Wäsche wird teils unter freiem Himmel, teils unter provisorischen Überdachungen oder aber auch in den klammen Räumen des Altbaus aufgehängt. Das macht ein vollständiges Trocknen während der heftigen Monsunregen praktisch unmöglich. Dabei ist gerade trockene Wäsche eine Grundvoraussetzung für gute Hygiene, denn feuchte Wäsche fördert nicht nur das Erkranken der Bewohner, sondern auch die Entstehung von Keimen und somit die Ausbreitung von Krankheiten.
Bitte helfen Sie mit, beim Aufbau der Waschküche im 2. Bauabschnitt des Obdachlosenheimes. 51.360, - Euro werden für die Baumaßnahmen der Waschküche und der Trockenräume benötigt!
Jede Hilfe zählt!
>>> Flyer zum Hilfsprojekt
| Januar 2012 |

Endlich in Sicht: der Umzug ins neue St. Joseph’s Home in Chennai
Nach 2 Jahren Baustelle und geduldigen Abwartens der Bewohner in eigentlich unbewohnbaren, einsturzgefährdeten Räumlichkeiten, ist es nun so weit!
Vor kurzem erreichte uns die freudige Nachricht von Sr. Philipia (Leiterin des Armenhauses St. Joseph’s Home in Chennai), dass der lang ersehnte Umzug in den ersten Hälfte des Neubaus bald geschehen kann. Am 23. Oktober soll nun endlich der große Tag sein, an dem die Bewohner die erste Hälfte ihres neuen Zuhauses beziehen können. Derzeit werden noch kleinere Arbeiten verrichtet, um den Räumen den letzten Schliff zu geben.
Die Bewohner des Armenhauses sind einst obdachlose, arme ältere Menschen, denen die „Little Sisters of the Poor“ die Möglichkeit geben, würdevoll und versorgt ihren Lebensabend zu verbringen. Der Kapuzinerpater und CED-Helfer, P. Jose Vetticut hatte noch im Januar das St. Joseph’s Home besucht, Fotos der Bauarbeiten mitgebracht, sowie von den großen Fortschritten im ersten Bauabschnitt berichtet. Anfang 2012 wird eine Gruppe von CED-Helfern sich auf den Weg nach Indien machen, um die Bewohner in ihrem neuen Zuhause zu besuchen.
Wir freuen uns sehr zusammen mit den Schwestern und Heimbewohnern und sind voller Spannung auf die ersten Berichte aus dem neuen Heim!
| September 2011 |


